Gesellschaft

Der langfristige Erfolg der Melitta Gruppe hängt wesentlich von den Menschen ab, die entlang der Wertschöpfungsketten tätig sind – von den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über Arbeitskräfte bei Lieferanten und Partnern bis hin zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern der Produkte. Der respektvolle Umgang mit ihren Bedürfnissen, Erwartungen und Rechten ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des unternehmerischen Selbstverständnisses der Gruppe.

Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Mitarbeiterentwicklung, Vielfalt und Chancengleichheit, Arbeitssicherheit und Gesundheit, Arbeits- und Menschenrechte sowie Produktsicherheit, ‑qualität und ‑transparenz. Als Familienunternehmen setzt sich die Melitta Gruppe auch hier hohe Maßstäbe – für das eigene Handeln und für die Zusammenarbeit mit Partnern in den Märkten.

Eigene Belegschaft

Zum 31.12.2025 beschäftigte die Melitta Gruppe weltweit 5.522 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Anzahl pro Kopf). Aufgrund ihrer internationalen Präsenz und der unterschiedlichen Anforderungen in den einzelnen Geschäftsfeldern ist die Gruppe auf Menschen mit vielfältigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven angewiesen. Vielfalt wird deshalb als große Stärke verstanden – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, kulturellem Hintergrund oder Bildungsweg. Dabei gilt der Anspruch, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die gleichen Chancen für ihre berufliche Entwicklung zu bieten.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Frauen in Führungspositionen. Das Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2025 auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen, wurde bereits 2024 erreicht. 2025 lag der Anteil bei 30,7 Prozent.

Anzahl Mitarbeitende
(pro Kopf, zum Jahresende) 2025 2024
Mitarbeitende gesamt1 5.522 6.070
Angestellte 3.374 3.682
Gewerbliche Mitarbeitende 2.148 2.388
Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter 190 73
  1. Die Abweichung zum Kapitel „Das Geschäftsjahr“ ergibt sich daraus, dass die Mitarbeitendenzahl im Nachhaltigkeitsbericht gemäß GRI zum Stichtag 31.12. und im Kapitel „Das Geschäftsjahr“ gemäß IFRS als Jahresdurchschnitt ausgewiesen wird.↩

Vielfalt und Diversität

(pro Kopf, zum Jahresende)

Eine kontinuierliche und anspruchsvolle Aus- und Weiterbildung nimmt in der Melitta Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Gruppenweite Angebote zur Mitarbeiterentwicklung werden durch Programme in den Unternehmensbereichen ergänzt, um den unterschiedlichen Anforderungen der Geschäftsfelder gerecht zu werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz. Insbesondere an den Produktionsstandorten gelten umfassende Schutzmaßnahmen, die häufig über gesetzliche Anforderungen hinausgehen. 2024 wurde ein deutschlandweites Arbeitssicherheitssystem eingeführt, ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen den Arbeitssicherheitsverantwortlichen etabliert und 2025 weiter ausgebaut. Gleichzeitig entwickeln die Unternehmensbereiche ihre eigenen Arbeitssicherheitsmaßnahmen kontinuierlich weiter – mit einem besonderen Fokus auf Prävention und die Vermeidung verhaltensbedingter Unfälle.

Auch Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung nehmen einen hohen Stellenwert ein. Entsprechende Angebote werden regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Verschiedene Befragungen zeigen insgesamt eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Qualifizierungs- und Gesundheitsangeboten.

Arbeitssicherheit und Gesundheit
2025 2024
Anzahl Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen 0 0
Anzahl arbeitsbedingter Verletzungen 69 80
Rate arbeitsbedingter Verletzungen 1,46 1,65
Häufigste arbeitsbedingte Verletzungen Schneiden, Prellen, Stoßen, Sonstiges Prellen, Stoßen, Schneiden, Umknicken, Stolpern, Rutschen

Zu den herausragenden Maßnahmen 2025 gehörten:

  • Ausbau Vereinbarkeitsmanagement
  • Veröffentlichung eines Magazins für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zu pflegende Angehörige haben
  • Umsetzung eines Corporate Influencer Programms u. a. mit Inhalten zu Employer Branding und auch Nachhaltigkeitsthemen
  • Arbeitssicherheit: quartalsweiser Erfahrungsaustausch mit Sicherheitsfachkräften und Vereinheitlichung von Themen wie Gefährdungsbeurteilungen, Gefahrstoffkataster etc.

Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

Die Melitta Gruppe trägt Verantwortung nicht nur für die eigenen Mitarbeitenden, sondern auch für die Menschen entlang ihrer globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Ziel ist es, die Einhaltung der Menschenrechte in allen Geschäftsaktivitäten und Wertschöpfungsbereichen sicherzustellen und den entsprechenden Sorgfaltspflichten umfassend nachzukommen. Dabei orientiert sich die Gruppe unter anderem an der OECD Due Diligence Guidance for Responsible Business, am Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte, an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen sowie an den ILO‑Kernarbeitsnormen.

Die größten Risiken für mögliche Menschenrechtsverletzungen sieht die Melitta Gruppe in komplexen, international organisierten Lieferketten – insbesondere im Wertschöpfungsbereich Kaffee. Deshalb konzentrieren sich die Maßnahmen vor allem auf Einkaufs- und Managementprozesse entlang der Lieferketten. Zentrale Grundlage ist der gruppenweit geltende Supplier Code of Conduct, der klare Anforderungen an Lieferanten und Geschäftspartner formuliert. Ziel ist dabei nicht nur die Kontrolle von Standards, sondern vor allem die kontinuierliche Verbesserung und Befähigung der Partner entlang der Wertschöpfungsketten.

Im Geschäftsjahr 2025 wurde das gruppenweite Risikomanagementsystem zur Umsetzung der Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) weiter ausgebaut. Wesentliche Bestandteile waren die vollständige Erfassung aller unmittelbaren Lieferanten sowie Risikoanalysen auf Länder-, Warengruppen- und Lieferantenebene. Lieferanten mit erhöhtem Risiko wurden vertieft überprüft. Gleichzeitig wurden Prozesse für Lieferantenqualifizierung, Schulungen und Sozialaudits weiterentwickelt. Neue Lieferanten durchlaufen grundsätzlich einen LkSG‑konformen Risiko- und Freigabeprozess.

Im Kaffeegeschäft engagiert sich die Melitta Gruppe darüber hinaus gemeinsam mit Partnern und Branchenorganisationen für die Verbesserung sozialer Standards in den Anbauregionen. Dazu zählen unter anderem die Mitarbeit im Deutschen Kaffeeverband sowie gemeinsame Projekte und Hinweisgebersysteme in den Ursprungsländern. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Transparenz zu erhöhen und die Arbeits- und Lebensbedingungen entlang der Lieferketten langfristig zu verbessern.

Kunden und Endverbraucher

Anspruch der Melitta Gruppe ist es, in ihren Märkten zu den Qualitätsführern zu zählen und sich durch langlebige, zuverlässige, sichere und nutzerfreundliche Produkte vom Wettbewerb zu differenzieren. Daher stellt sie hohe Anforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von den eingesetzten Rohstoffen und Materialien über die Produktionsprozesse bis zum fertigen Produkt. Lieferanten werden nach definierten Qualitätskriterien ausgewählt und überprüft. Zertifizierte Qualitätsmanagementsysteme, internationale Standards sowie umfassende Kontroll- und Sicherungsmechanismen gewährleisten Qualität und Produktsicherheit in den Produktionsprozessen. Gleichzeitig gewinnen Anforderungen wie Reparierbarkeit, Wiederverwendbarkeit, Recyclingfähigkeit und umweltschonende Entsorgung zunehmend an Bedeutung und werden systematisch in die Produktentwicklung integriert.

Großen Wert legt die Melitta Gruppe außerdem auf Information und Dialog. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten über Verpackungen, Websites und digitale Angebote umfangreiche Informationen zu Produkten, ihrer Anwendung und ihren Eigenschaften. Ergänzend stehen zahlreiche Service- und Dialogangebote zur Verfügung. Rückmeldungen aus Verbraucherbefragungen, Produkttests und Kundenkontakten fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung von Produkten und Services ein.